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Miamis März-Misere trifft Houston: Findet die Heat ihren Wurf?

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📅 21. März 2026⏱️ 4 Min. Lesezeit
Veröffentlicht 2026-03-21 · Miami trifft auf Houston nach 3 Niederlagen in Folge

Die Miami Heat reist heute Abend nach Houston, um eine Serie von drei Niederlagen zu beenden, eine Serie, die sich, wenn man sie spielen sieht, viel länger anfühlt als nur drei Spiele. Sie stehen bei 38-32, halten sich am achten Platz der Eastern Conference fest und sehen ehrlich gesagt einfach müde aus. Am Freitag verloren sie ein entmutigendes Spiel mit 107-103 gegen die Pelicans, ein Spiel, in dem Jimmy Butler 26 Punkte erzielte, aber nur 8 von 20 Würfen aus dem Feld traf. Das war in letzter Zeit zu oft die Geschichte: individuelle Heldentaten, aber kein konstanter Teamrhythmus.

Die Sache ist die, dass dies nicht dasselbe Houston Rockets-Team ist, das Miami am 3. November mit 122-113 besiegte. Das war eine andere Rockets-Mannschaft, die noch ihren Rhythmus finden musste. Diese Rockets stehen bei 42-27, sind Vierte im Westen und spielen mit einer Selbstsicherheit, die einen fragen lässt, ob sie in den Playoffs tatsächlich für Furore sorgen werden. Am Samstag besiegten sie die Jazz mit 111-92 und hielten Utah bei nur 39,5 % Wurfquote. Alperen Sengun spielt eine All-Star-würdige Saison mit durchschnittlich 20,9 Punkten und 9,4 Rebounds, und er spielte in diesem früheren Matchup gegen die Heat aufgrund einer Verletzung nicht. Seine bloße Anwesenheit verändert die gesamte Dynamik von Houstons Offensive und macht sie in der Zone zu einem deutlich härteren Gegner.

**Die Offensivprobleme der Heat sind mehr als nur Pech**

Es ist leicht, Pech die Schuld zu geben, aber Miamis offensive Probleme sind tiefer. Sie treffen als Team nur 46,5 % aus dem Feld, Platz 20 in der Liga. Ihre Dreipunktquote von 37,1 % ist ein respektabler 11. Platz, aber sie nehmen oft umkämpfte Würfe oder bewegen den Ball einfach nicht genug, um offene Würfe zu generieren. Gegen die Pelicans trafen sie nur miserable 39,8 % aus dem Feld. Bam Adebayo, trotz all seiner defensiven Brillanz, hat immer noch Schwierigkeiten, seine eigene Offensive konstant zu kreieren, wenn die Shot Clock abläuft. Er erzielt durchschnittlich 19,8 Punkte und 10,8 Rebounds, was solide Zahlen sind, aber man braucht mehr von seinem Big Man an Abenden, an denen die Perimeter-Würfe nicht fallen.

Die Sache ist die: Erik Spoelstra ist ein brillanter Trainer, aber selbst er kann die Würfe nicht reinmachen. Die Offensivstrategie der Heat verfällt oft in Isolation-Plays für Butler oder Tyler Herro, und obwohl beide punkten können, ist das gegen Top-Verteidigungen wie die von Houston nicht nachhaltig. Die Rockets erlauben Gegnern nur 45,4 % aus dem Feld, der drittbeste Wert in der NBA. Sie sind lang, athletisch und spielen mit einer defensiven Intensität, die Miami in den letzten Spielen schmerzlich gefehlt hat. Erwarten Sie, dass Dillon Brooks Butler die ganze Nacht lang kleben wird, um ihm das Leben schwer zu machen.

**Senguns Einfluss und Miamis verzweifelte Suche nach einem Funken**

Senguns Rückkehr hat die Rockets verändert. Er ist eine echte Bedrohung im Inneren und ein überraschend guter Passgeber aus dem Post, mit durchschnittlich 5,1 Assists. Das macht ihn unglaublich schwer zu verteidigen, ohne Fouls zu begehen. Adebayo wird alle Hände voll zu tun haben, und wenn Sengun ihn in Foulprobleme bringt, sieht Miamis ohnehin schon dünner Frontcourt plötzlich noch schwächer aus. Jock Landale und Jeff Green sind solide Rollenspieler, aber sie werden die Lücke nicht füllen, wenn Bam sitzen muss.

Meine gewagte These? Das Meisterschaftsfenster der Heat mit diesem aktuellen Kern schließt sich rapide, und wenn sie bis zur nächsten Saison keinen signifikanten Schritt machen oder einen konstanten dritten Scorer finden, sind sie zu einer ewigen Play-in-Turnier-Hölle verdammt. Heute Abend werden sie vom Feld gefegt. Ich tippe auf einen Sieg der Rockets mit zweistelliger Punktzahl, 115-102.